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Modellflugplatz Ranseredt
42. Wanderpokalfliegen F3A - 2011 Drucken E-Mail
   

Am 11. und 12. Juni 2011 wurde der internationale Innviertler Wanderpokal in der Klasse F3A auf dem Fluggelände der Schärdinger-Flieger-Union in Eggerding/Ranseredt zum 42. mal ausgetragen. Auch dieses Jahr war die Veranstaltung war wieder international ausgeschrieben und zählt zum F3A-Worldcup.

Über unsere Homepage hatten sich im Vorfeld 45 Piloten aus 11 Nationen angemeldet.
Letztendlich traten 39 Piloten aus 9 Nationen (Deutschland, Schweiz, Liechtenstein, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Russland, San Marino und Österreich) zum Wettbewerb an.
 

Auch heuer konnten wieder Teilnehmer aus Russland begrüßt werden, die bereits am Donnerstagabend nach einer 2600 Kilometer langen Anreise am Flugplatz eintrafen.

 

In der Wettbewerbsvorbereitung wurde ein 80 qm großes Zelt aufgestellt, damit den Piloten bei eventuell auftretendem Schlechtwetter eine Unterstellmöglichkeit für die Modelle geboten werden konnte. Weiters war für Samstagabend ein Bankett geplant, welches ebenfalls im Zelt stattfinden sollte.

Bereits im Laufe des Freitags trafen die meisten Teilnehmer ein und konnten bei guten Wetterbedingungen die Zeit zum Trainieren und zum Kennenlernen des Platzes nutzen.  

Der Flugplatz war entsprechend vorbereit und so konnten bis zum Einbruch der Dunkelheit mehr als 90 Trainingsflüge absolviert werden. Die Wetterprognose war für das Wettbewerbswochenende leider eher durchwachsen. Länger anhaltender, leichter Regen war nicht auszuschließen.

Die Begrüßung der Jury, des Wettbewerbsleiters, der Punkterichter und der Teilnehmer am Samstagmorgen erfolgte bei leicht bewölktem Himmel. Die Wettbewerbsleitung lag, wie schon in den letzten Jahren, in den bewährten Hände von Heinz Kronlachner, der die Herausforderung, für 39 Piloten 3 Durchgänge bei verhältnismäßig schlechten Wetterbedingungen durchzubringen, annahm und mit Bravour absolvierte.

Nach einem Vorflug, zur Abstimmung der Punkterichter, wurde um 8.30 Uhr der erste Pilot zum ersten Wertungsflug des F3A-Programmes P11 aufgerufen. Wieder einmal darf hervorgehoben werden, dass die Piloten in der Klasse F3A mit großer Disziplin an die Sache heran gehen. Nur so ist es möglich, einen Wettbewerb mit einem großen Teilnehmerfeld vernünftig abzuwickeln.

Der am Samstagvormittag vorherrschende leichte Wind bereitete den Teilnehmern keine Schwierigkeiten. Nach Beendigung des ersten Durchganges waren die Spitzenpiloten nur durch wenige Punkte getrennt. Markus Zeiner entschied diesen Durchgang knapp für sich, vor Vize-Europameister Gerhard Mayr. Auf den weiteren Plätzen folgten der deutsche Kaderpilot Günther Ulsamer vor dem Liechtensteiner Stefan Kaiser und Gernot Bruckmann.

Nach einer kurzen Pause für die Punkterichter, eröffnete die Startnummer 14 um 15.15 Uhr den zweiten Durchgang. Zwischenzeitlich war der Himmel stark bewölkt und es setzte leichter Regen ein. Auch der Wind frischte auf und somit war es für die Piloten notwendig, das Programm mit mehr Motorleistung zu absolvieren.  Kurz nach 20 Uhr wurde der zweite Durchgang unterbrochen, da auf Grund der starken Bewölkung, die Sichtverhältnisse für die Teilnehmer nicht mehr wirklich gut waren. Die sieben verbliebenen Piloten konnten ihren zweiten Wertungsflug deshalb erst am Sonntag durchführen.

Zwischenzeitlich hatten einige fleißige Helfer Tische und Bänke aufgestellt und ein Buffet im Zelt aufgebaut. Bald danach hieß es, „das Buffet ist eröffnet“ und viele Teilnehmer, Funktionäre und Vereinsangehörige ließen es sich nicht nehmen sich an den verschiedenen Speisen zu verköstigen. Zum Abschluss des Abends wurden aus der vereinseigenen Küche noch feine Eispalatschinken kredenzt. Zu fortgeschrittener Stunde leerte sich das Festzelt, den am nächsten Tag musste der zweite Durchgang beendet und der dritte Durchgang noch komplett absolviert werden.

Am Sonntag war geplant, pünktlich um 8.30 Uhr den Wettbewerb mit dem ersten Flug fortzuführen. Daraus wurde aber nichts. Der Regen hatte zwar in der Zwischenzeit aufgehört, aber jetzt hingen die Wolken so tief, dass an eine vernünftige Wettbewerbsfortführung nicht zu denken war. Der Wettbewerbsleiter, Heinz Kronlachner, schickte immer wieder einen Piloten in die Luft um die Situation zu überprüfen. Um ca. 10.30 Uhr hatte sich der Himmel dann so weit gelichtet, dass die noch offenen Flüge des zweiten Durchgangs absolviert werden konnten. Auch dieser Durchgang brachte wieder ganz knappe Ergebnisse an der Spitze. Gerhard Mayr war mit einem Punkt Vorsprung Durchgangsbester vor Stefan Kaiser und Markus Zeiner.

Auf den weiteren Plätzen folgten Günther Ulsamer vor Gernot Bruckmann und Helmut Danksagmüller. Alle waren wieder nur durch wenige Punkte voneinander getrennt.

Der dritte Durchgang musste also die Entscheidung bringen und der Sieg war noch für einige Piloten möglich. Nach einer kurzen Pause wurde sofort mit dem letzten Durchgang begonnen. Die Wetterverhältnisse besserten sich von Minute zu Minute und somit konnte sich jeder Teilnehmer nochmals von der besten Seite zeigen. Diese Chance wurde auch von vielen Piloten genutzt und es wurden teilweise sehr gute Flüge gezeigt.

Günther Uhlsamer, Stefan Kaiser und Gernot Bruckmann erhielten für ihre Flüge hohe Punkte und somit lag es zuletzt in den Händen bzw. in den Fingern von Markus Zeiner und Gerhard Mayr, den Sack zuzumachen und den Sieg einzufahren. Markus Zeiner blieb etwas hinter den Erwartungen zurück, aber Gerhard Mayr absolvierte einen Flug, der mehr einer Demonstration gleich kam. Unheimlich kompakt und präzise führte er sein Modell durch das Programm, der Lohn dafür, die höchste Punktezahl des gesamten Wettbewerbs und damit der Sieg beim 42. internationalen Innviertler Wanderpokal in Schärding.

Markus Zeiner erreichte den zweiten Platz, dicht gefolgt von Stefan Kaiser, der sich sehr über diesen Podestplatz freute und auch gleich eine Kampfansage an den Sieger richtete, dass er diesen Wettbewerb in absehbarer Zeit selbst gewinnen will! Stefan, es liegt nur in deiner Hand! Auf den weiteren Plätzen folgten Günther Ulsamer, Gernot Bruckmann und Helmut Danksagmüller. Zu Gernot Bruckmann ist zu sagen, dass er sich mit seinen Leistungen vehement anschickt, einen Platz unter den Top 3 des österreichischen Kaders zu holen. Das ist also alles sehr spannend.

Bei der anschließenden Siegerehrung wurden für die sechs Erstplazierten schöne Pokale ausgegeben. Jeder Teilnehmer bekam ein kleines Geschenk aus der Tombola, Urkunden und Ergebnislisten sind sowieso obligatorisch.

Was hat sich bei den eingesetzten Modellen und der Technik im Vergleich zum letzten Jahr getan? Eigentlich nicht wirklich viel. Bei den Modellen gab es nicht viele Neuerungen. Gernot Bruckmann kann hier wieder erwähnt werden. Er setzt heuer den aus der eigenen Produktion stammenden Doppeldecker „Sensation“ ein. Er kommt mit diesem Modell super zurecht, das Ergebnis beweist es. Auch verschiedene andere Piloten haben zwischenzeitlich dieses Modell getestet und alle waren von den Eigenschaften angetan. Weiters ist zu sagen, dass ein Bausatz dieses Fliegers bei ihm erworben werden kann. Auch Gerhard Mayr stellte ein neues Modell vor. Der „Toxiris“ ist zwar noch nicht im Wettbewerbseinsatz, aber das nach seinen Vorgaben entwickelte Voll-GfK-Modell macht qualitativ einen hervorragenden Eindruck. Dieses Modell kann bei Gerhard als ARF-Version gekauft werden.

Modelle aus dem Hause Oxai sind nach wie vor sehr gefragt bei den Piloten. Der Trend zu diesen Edelmodellen ist also ungebrochen. Auch Doppeldecker werden nach wie vor von einigen Piloten eingesetzt. Eine willkommene Abwechslung zu den vielfach verwendeten Eindeckern.

Antriebstechnisch hat sich im Vergleich zum Vorjahr auch nicht viel geändert. Bis auf den Schweizer Bernhard Schaden, der einen Yamada Viertaktmotor einsetzt, verwenden alle anderen Teilnehmer nur Elektroantriebe. Dabei ist der Anteil an Hacker-Motoren gegenüber dem Vorjahr nochmals höher geworden. Zwischenzeitlich wird der Hacker-Aussenläufer Q80 von einigen Piloten eingesetzt. Dieser Motor hat eine extreme Leistung und hier ist dann der jeweilige Pilot gefragt, diese Leistung vernünftig einzusetzen, denn sonst läuft man schnell Gefahr, die Figuren zu groß zu fliegen. Dieter und Hellmuth Motzko setzen seit heuer ebenfalls den Q80-Antrieb in ihren Eigenkonstruktionen „Deep Space“ ein. Sie verstehen es hervorragend, mit der Leistung dieses Motors vernünftig umzugehen.

Zwei Hacker Getriebemotoren mit gegenläufigen Propellern waren ebenfalls im Einsatz. Die beiden Teilnehmer zeigten sich sehr angetan von diesem Antrieb. Auch aus dem Hause Axi und Plettenberg waren einige Motoren im Einsatz und konnten durch hervorragende Performance überzeugen.

Im Fernsteuerungsbereich ist der Umstieg auf 2,4 Ghz Technik längst vollzogen. RC-Systeme der Firmen Robbe/Futaba, Graupner und Multiplex werden von den Piloten eingesetzt. Diese arbeiten absolut problemlos und zuverlässig.

Dieser Bericht sollte nicht beendet werden, ohne zu erwähnen, auf welch hohem Niveau Motorkunstflug in der Klasse F3A mittlerweile betrieben wird. An diesen beiden Tagen wurden immerhin 117 Wertungsflüge durchgeführt. Es kam dabei zu keinerlei Problemen weder mit den eingesetzten Motoren oder den RC-Systemen. Egal, ob bei starkem Wind und/oder bei Regen, die Technik funktioniert klaglos. Die Antriebe stellen eine enorme Leistung zur Verfügung und dies bei einer Lärmentwicklung von der man vor einigen Jahren nicht zu träumen gewagt hätte. Und ich glaube, hier muss man kein Prophet sein um zu sagen, dass bei der Entwicklung der eingesetzten Technik noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Alle F3A-Fans können sich freuen, die kommenden Jahre werden sicher sehr interessant.

Zum Abschluss dieses Berichtes möchte ich mich im Namen des austragenden Vereines bei allen Teilnehmern, Punkterichtern, Funktionären, dem Wettbewerbsleiter und den zahlreichen Helfern aus dem Verein sehr herzlich bedanken. Der Verein mit seinen Helfern hat wirklich versucht, ein würdiges Umfeld für diese Veranstaltung zu schaffen. Egal welche Arbeiten vor und während des Wettbewerbs anstanden, die Helfer waren sehr zahlreich vor Ort und halfen fleißig mit. Leute vielen Dank dafür, so macht das richtig Spaß!

Den vielen Piloten sei hier auch nochmals herzlich gedankt, dass sie so zahlreich zu uns nach Schärding fanden. Viele Teilnehmer nehmen hunderte, einige sogar tausende Kilometer auf sich, um an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Im Namen des Veranstalters hoffe ich, dass diese Veranstaltung euren Vorstellungen eines fairen Wettbewerbes einigermaßen entsprochen hat.

Auch den Punkterichtern gilt ein herzlicher Dank. Die hohe Anzahl an Wertungsflügen und das teilweise ziemlich schlechte Wetter verlangen einem Punkterichter alles ab, hier die Konzentration über einen so langen Zeitraum hoch zu halten.

Einen herzlichen Dank möchten wir an dieser Stelle auch den vielen Firmen, die den Verein und die Veranstaltung mit einer großzügigen Sachspende bedacht haben, sagen! Erwähnt werden sollten hier vor allem die Firmen Deutsch-Powerbox-Systems, Emcotec, Graupner, Hacker-Motor, Jamara, Lindinger-Modellbau, Oracover-Folien und Plettenberg.

Auf ein hoffentlich zahlreiches Wiedersehen beim 43. internationalen Innviertler Wanderpokal F3A im Jahr 2012, freut sich die Schärdinger-Flieger-Union.

 

Gerald Schmiedbauer

 

   


Fotoalbum F3A 2011